Nicht getrennte Blitzschutzsysteme, auch konventioneller Blitzschutz genannt, gehören zu den klassischen und bewährten Lösungen im äußeren Blitzschutz. Grundlage für Planung und Ausführung ist die DIN EN 62305. Ein vollständiges Blitzschutzsystem wird auch als LPS bezeichnet und besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Bestandteilen. Dazu gehören Fangeinrichtungen, Ableitungseinrichtungen, Erdungsanlage, Blitzschutz-Potentialausgleich und die Einhaltung der erforderlichen Trennungsabstände.
Beim konventionellen Blitzschutz werden Fangeinrichtungen und Ableitungen sichtbar auf dem Dach und entlang der Gebäudehülle installiert. Im Fall eines direkten Blitzeinschlags nimmt die Fangeinrichtung den Blitzstrom auf. Über die Ableitungen wird dieser kontrolliert zur Erdungsanlage geführt und sicher ins Erdreich abgeleitet. So werden Gebäude, Menschen und technische Anlagen zuverlässig geschützt.
Diese Lösung eignet sich besonders für Gebäude, bei denen die notwendigen Trennungsabstände zu metallenen oder elektrischen Installationen baulich sicher eingehalten werden können.
Nicht getrennte Blitzschutzsysteme sind besonders sinnvoll, wenn ein Gebäude eine klare Gebäudestruktur besitzt und die erforderlichen Trennungsabstände zuverlässig eingehalten werden können. Das betrifft viele Wohngebäude, Gewerbeobjekte, Betriebsgebäude und Bestandsgebäude.
Entscheidend ist dabei der Abstand zu leitfähigen metallischen Teilen am und im Gebäude. Dazu zählen zum Beispiel Rohrleitungen, Geländer, Metallfassaden, Photovoltaikanlagen oder elektrische Installationen. Wird dieser Trennungsabstand nicht eingehalten, kann es zu gefährlichen Überschlägen kommen. Diese können Funkenbildung, Brände oder Schäden an der Gebäudetechnik verursachen.
Wenn die baulichen Voraussetzungen passen, ist der konventionelle Blitzschutz eine robuste, wirtschaftliche und normgerechte Lösung für viele Gebäudearten. Bei komplexen Dachaufbauten, umfangreicher Gebäudetechnik oder nachträglich installierten Anlagen sollte jedoch geprüft werden, ob ein nicht getrenntes System ausreicht oder ob ein getrenntes Blitzschutzsystem sinnvoller ist.
Ein vollständiges nicht getrenntes Blitzschutzsystem besteht aus mehreren Komponenten, die aufeinander abgestimmt sein müssen, damit der Blitzstrom den vorgesehenen Weg nimmt. Die Fangeinrichtung nimmt ihn auf, die Ableitungseinrichtung führt ihn kontrolliert nach unten und die Erdungsanlage leitet ihn ins Erdreich ab. Ergänzend reduziert der Blitzschutz-Potentialausgleich gefährliche Spannungsunterschiede.
Wir prüfen die baulichen Gegebenheiten, planen die Anordnung der Fangeinrichtungen und Ableitungen und stimmen das System mit der Erdungsanlage und dem Potentialausgleich ab. Dabei achten wir besonders auf die notwendigen Trennungsabstände zu metallenen und elektrischen Installationen.
So entsteht ein konventionelles Blitzschutzsystem, das zum Gebäude passt, fachgerecht montiert werden kann und später nachvollziehbar prüfbar bleibt.
Von der ersten Einschätzung bis zur fertigen Umsetzung begleiten wir Ihr Projekt Schritt für Schritt. Dabei prüfen wir, ob ein nicht getrenntes Blitzschutzsystem für Ihr Gebäude geeignet ist, planen die passenden Bestandteile und sorgen für eine fachgerechte Montage.
Wir erfassen die Bauweise, vorhandene Bauteile, Nutzung und technische Anforderungen des Gebäudes als Grundlage für die weitere Planung.
Wir planen Fangeinrichtungen, Ableitungen und Erdung so, dass der Blitzstrom sicher aufgenommen und gezielt abgeleitet werden kann.
Die geplanten Bestandteile werden fachgerecht am Objekt umgesetzt und mit geeigneten Bauteilen sowie der Erdungsanlage verbunden.
Nach der Montage kontrollieren wir die Anlage, prüfen wichtige Verbindungen und dokumentieren die Ausführung nachvollziehbar.
Von der Gewerbehalle bis zur Anlage im Kraftwerksbau: Jedes Dach stellt andere Anforderungen. Ein Ausschnitt aus unserer Arbeit.
Wir planen und montieren nicht getrennte Blitzschutzsysteme für Wohngebäude, Gewerbeobjekte und Bestandsbauten mit übersichtlicher Dachfläche. Ob die Trennungsabstände bei Ihrem Gebäude eingehalten werden können, prüfen wir vorab und sagen Ihnen ehrlich, wenn ein getrenntes System die bessere Lösung wäre.